«Zäme hebe – aber uf Distanz» wird endlich

„Mer spieled wieder, aber uf Nummere sicher!“

Geschätzte Theaterschaffenden

Nach und nach können wir wieder zur Normalität vor Covid-19 zurückkehren, sei dies im Arbeitsbereich, der Familie oder auch in der Freizeit. Allerdings zu einer neuen und noch etwas gewöhnungsbedürftigen Normalität.

Auch für die Theaterfamilie bedeutet das, dass der Vorhang unter gewissen Voraussetzungen langsam wieder geöffnet werden darf, Proben abgehalten werden dürfen und Aufführungen stattfinden können. Informationen dazu untenstehend.

Schutzkonzepte für öffentliche Veranstaltungen

Mit den vom Bundesrat per 22. Juni 2020 beschlossenen Lockerungsmassnahmen ist die Zeit, in der man einfach auf ein Schutzkonzept des Verbandes verweisen konnte, vorbei. Der Bundesrat gibt einen grossen Teil der Verantwortung an die Veranstalter und damit an jeden Einzelnen von uns zurück. Umso wichtiger ist, dass alle  Theatervereine ihre Proben und Veranstaltungen Veranstaltungen nur gestützt auf ein individuelles Schutzkonzept durchführen. Neu gelten für alle Veranstalter die gleichen Grundregeln in dieser Reihenfolge:

Hygieneregeln beachten und minimaler Abstand von neu 1.5m halten. Wenn der minimale Abstand nicht eingehalten werden kann,
Schutzmassnahmen (wie Tragen von Hygienemasken und Abtrennungen) ergreifen, und
Contact-Tracing sicherstellen, sofern weder die Distanzregel noch die Schutzmassnahmen durchgesetzt werden können. Die maximale Zahl an Personen, die zusammenkommen dürfen, ist immer noch 300. Zwar dürfen Veranstaltungen bis 1000 Personen wieder durchgeführt werden, das Publikum muss aber in klar abgetrennte Sektoren von 300 Personen aufgeteilt werden.

Jeder Verein kann sich für die Errichtung seines individuellen Schutzkonzepts weiterhin am Musterschutzkonzept des ZSV orientieren. Es ist aber als Orientierungshilfe zu verstehen und jeder Verein ist selber dafür verantwortlich, die angemessenen Massnahmen vorzusehen.

Musterschutzkonzept ZSV

Auf der Seite der Theater-Zytig man das Musterschutzkonzept als Word herunterladen. 

 

Der Bund lässt uns nicht im Stich! 

Das Bundesamt für Kultur BAK hat im Auftrag des Bundesrates eine Verordnung verabschiedet, um das Schweizer Kulturleben in der aktuell schwierigen Situation zu unterstützen. Neben den professionellen Kulturschaffenden wird auch der Laienbereich unterstützt. Das BAK nimmt unsere Anliegen sehr ernst und ist mit viel Energie an der Arbeit:

Finanzhilfen

Wenn Euer Laien-Kulturverein in den Bereichen Musik und Theater aktiv ist (inkl. Tanz, Volkstanz, Trachtengruppen, Jodel) und aufgrund von staatlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19) Veranstaltungen des Vereins absagen oder verschieben musste, könnt Ihr zur Abfederung des finanziellen Schadens eine Finanzhilfe beantragen. Die Entschädigung beträgt höchstens 10 000 Franken pro Kulturverein, abhängig von der Höhe des finanziellen Schadens und der Zahl der vertretenen Aktiven.

Bitte richtet Euren Antrag bis spätestens 20. September 2020 an eine der folgenden Adressen. Verwenden Sie dazu das Gesuchformular unter dem unten angegebenen Link. Gesuchsteller ist die Präsidentin / der Präsident des gesuchstellenden Vereins.

  • Wenn die Hauptaktivität des Vereines Instrumentalmusik ist:
    Schweizer Blasmusikverband SBV: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
    Für Informationen zur Gesuchseinreichung: Andy Kollegger, +41 79 408 15 55
  • Wenn die Hauptaktivität Singen und Jodel ist (inkl. Trachtenchöre):
    Schweizerische Chorvereinigung SCV: an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
    Für Informationen zur Gesuchseinreichung: Bruno Jakob, +41 76 429 20 38
  • Wenn die Hauptaktivität Theater, Tanz oder Trachtengruppen ist:
    Zentralverband Schweizer Volkstheater ZSV: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
    Für Informationen zur Gesuchseinreichung: Eva Rölli, +41 52 347 20 90

Wichtig: Der Verein muss nicht Mitglied eines dieser Verbände sein, um einen Antrag stellen zu können.

Diese Massnahme ist im Abschnitt 4 der Verordnung über die Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus (COVID-19) im Kultursektor (COVID-Verordnung Kultur) geregelt: https://www.bak.admin.ch/dam/bak/de/dokumente/covid19/covid-verord-kultur.pdf.download.pdf/covid-verord-kultur.pdf

Untenstehend die Grundsätze zur Beantragung sowie das Antragsformular:

Grundsätze Deutsch
Antragsformular Deutsch

Gesuche für Vereine mit Sitz in der Französischen oder Italienischen Schweiz müssen via unseren Partnerverband FSSTA eingereicht werden:

https://www.fssta.ch/index.php/fr/

Gegenwärtig sind nahezu 250 Gesuche zur finanziellen Unterstützung bei uns eingegangen, wovon ein grosser Teil bereits erledigt wurde und etliche Auszahlungen erfolgt sind.

Der Aufwand für unsere Geschäftsleiterin Evi Rölli ist nach wie vor gross. Aber ich danke Ihr bereits an dieser Stelle für Ihre Geduld und den Elan mit welchem Sie diese vielen Gesuche genauestens prüft, weitere Abklärungen tätigt und mir fundierte Anträge unterbreitet. So besteht meine Aufgabe „nur“ noch darin, unter Einbezug der Gesuche, Ihren jeweiligen Vorschlag zu bestätigen. Herzlichen Dank Evi im Namen aller.

Nun bedanke ich mich im Namen des ZSV für Euer Durchhalten und die Bereitschaft weiter für unsere gemeinsame Sache, das Amateurtheater mit Freude unterwegs zu sein.

Ich freue mich darauf endlich wieder Theateraufführungen besuchen zu können, an Festivals teilzunehmen und besonders freue ich mich auf die Gespräche und Zusammentreffen mit Euch allen.

Bleibt gesund und “spieled wieder wieter“.

Schützt Euch und Euer Umfeld weiterhin und bitte bleibt gesund.

Peter Keller

Zentralpräsident ZSV